Lernlücken schließen, bevor du richtig abgehängt wirst

Vielleicht kennst du das:

Du sitzt in Mathe, Oberstufe, und merkst:
„Eigentlich hab ich Brüche nie so richtig verstanden…“
oder
„Gleichungen umstellen konnte ich schon in der 8. nicht richtig.“

Und jetzt bauen alle neuen Themen genau darauf auf.
Das fühlt sich schnell so an, als wärst du „zu spät dran“ – oder einfach „schlecht in Mathe“. 😔

Die Wahrheit:
Lernlücken aus früheren Klassen sind völlig normal.
Gefährlich werden sie erst, wenn du so tust, als wären sie nicht da.

Heute geht’s darum, wie du:
• deine Lücken erkennst
• sie in Mini-Themen runterbrichst
• und sie Schritt für Schritt regelmäßig nacharbeitest – ohne komplett auszurasten vor Stress. 


1. Lernlücken sind normal – Ignorieren ist das Problem
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Gerade in Mathe baut fast alles aufeinander auf:

Brüche → Gleichungen → Funktionen → Ableitungen → Kurvendiskussion → Integrale

Wenn du irgendwo zwischendrin „abgehängt“ wurdest, ist das kein Zeichen dafür, dass du „zu dumm“ bist –
sondern oft:

• Thema zu schnell im Unterricht
• zu wenig geübt
• krank gewesen
• Lehrkraft gewechselt
• oder einfach: Leben war voll, Schule lief nebenher

ABER:
Wenn du diese Lücken ignorierst, tauchen sie immer wieder auf – in jeder neuen Klassenarbeit, im Abi, in jedem Thema, das darauf aufbaut.

Also: Lernlücken sind okay.
Sie zu ignorieren nicht. 💡


2. Lernlücken identifizieren – ohne 1000-Tests 📄
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Du musst keinen kompletten „Diagnosetest“ machen, um deine Lücken zu finden.
3 einfache Wege reichen:

👉 Weg 1: Klausur-Check
Schnapp dir deine letzten 2–3 Mathearbeiten und schau nur auf EINS:

• Bei welchen Aufgabentypen verlierst du IMMER wieder Punkte?

Schreib dir diese Themen auf, z.B.:
• Bruchgleichungen
• Terme umformen
• Textaufgaben zu linearen Funktionen
• pq-Formel anwenden

👉 Weg 2: „Was vermeide ich?“-Liste
Frag dich ehrlich:

• Bei welchen Aufgaben hoffst du, dass sie NICHT dran kommen?
• Was schiebst du bei Hausaufgaben immer als Letztes oder lässt es ganz weg?

Alles, was du aktiv vermeidest, ist meist eine Lernlücke. 😉

👉 Weg 3: Themenübersicht durchgehen
Nimm dir eine grobe Themenliste (z.B. Schulbuchinhaltsverzeichnis) und markiere:

• grün: „kann ich sicher“
• gelb: „geht so / unsicher“
• rot: „oh Gott, bitte nicht“

Konzentriere dich zuerst auf GELB und ROT – daraus baust du deinen „Lücken-Plan“.


3. Aus Lernlücken werden Mini-Themen 🎯
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Der größte Fehler beim Nacharbeiten:
„Ich muss jetzt ALLES aus der 7., 8. und 9. Klasse nachholen!!“

Das überfordert komplett.

Besser: Du machst aus großen Lücken kleine, konkrete Mini-Themen.

Beispiele:

Statt: „Brüche kann ich nicht“
→ Mini-Themen:
• Brüche erweitern & kürzen
• Brüche addieren/subtrahieren mit verschiedenem Nenner
• Brüche multiplizieren & dividieren
• Brüche in Gleichungen (x im Zähler/Nenner)

Statt: „Gleichungen sind Horror“
→ Mini-Themen:
• einfache lineare Gleichungen mit x auf einer Seite
• Gleichungen mit Klammern
• Bruchgleichungen
• Sachaufgaben in Gleichungen übersetzen

Statt: „Funktionen check ich nicht“
→ Mini-Themen:
• Steigung m verstehen
• y-Achsenabschnitt b erkennen
• Gerade aus zwei Punkten bestimmen
• Funktionsgleichung aus Graph lesen

Du arbeitest immer nur an EINEM Mini-Thema.
Das nimmt den Druck raus und macht den Start viel leichter.


4. Vorwissen checken statt alles auf einmal nachholen 🔎
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Es ist NICHT sinnvoll, alle Lücken auf einmal schließen zu wollen.
Das führt nur zu:

• Überforderung
• Chaos im Kopf
• „Ich fang lieber gar nicht an“-Gefühl 😵‍💫

Viel schlauer ist es, dein Nacharbeiten direkt mit dem aktuellen Unterricht zu verbinden.

Immer wenn ein NEUES Thema startet, stell dir zwei Fragen:

1️⃣ „Was ist das Vorwissen, das ich GENAU für dieses Thema brauche?“
2️⃣ „Kann ich das alles wirklich sicher?“

Beispiele:

Neues Thema: Lineare Funktionen
→ Vorwissen, das du brauchst:
• sicher mit Brüchen umgehen
• einfache Gleichungen umstellen
• Koordinatensystem verstehen

Neues Thema: pq-Formel / Quadratische Funktionen
→ Vorwissen:
• Klammern ausmultiplizieren & ausklammern
• Terme zusammenfassen
• Grundrechenarten sicher

Dein Ziel ist NICHT, alle alten Lücken der letzten Jahre auf einmal wegzubekommen.
Dein Ziel ist:
Das Vorwissen nacharbeiten, das du JETZT FÜR DIESES Thema brauchst.

Denn:
Wenn das benötigte Vorwissen nicht sitzt, hast du gar keine echte Chance, das neue Thema wirklich zu verstehen – egal, wie sehr du dich anstrengst.
Deshalb: Erst Vorwissen checken, dann neues Thema angreifen. ✅


5. Regelmäßig nacharbeiten statt Einmal-Aktion 📆
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Lernlücken schließen ist kein „Hauruck-Projekt“ für ein Wochenende.

Viel effektiver ist:

• 2–3x pro Woche
• 15–20 Minuten „Lücken-Zeit“

So könnte das aussehen:

• Dienstag: 15 Minuten „Brüche addieren“ (5 Aufgaben)
• Donnerstag: 20 Minuten „lineare Gleichungen mit Klammern“
• Samstag: 15 Minuten Wiederholung (Brüche + Gleichungen mischen)

Wichtig:

• lieber kurz & regelmäßig, als eine Riesen-Lerneinheit alle 3 Wochen
• kleine Ziele: „Heute nur 4–5 Aufgaben zu diesem Mini-Thema“
• Erfolge markieren: Haken machen, wenn ein Mini-Thema sich sicher anfühlt ✅


6. Wie du mit Frust & Scham umgehst 💬
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Lernlücken fühlen sich manchmal an wie ein Stempel:
„Das hätte ich doch in der 7. schon können müssen…“

Aber ganz ehrlich:

• Niemand sieht dir an, WANN du etwas gelernt hast – nur, DASS du es kannst.
• Du bist jetzt älter, klarer im Kopf und kannst Dinge viel schneller verstehen als damals.
• Lücken nacharbeiten ist Stärke, nicht Schwäche.

Sieh es so:

Du reparierst dein Fundament, damit das Haus (Oberstufe, Abi) überhaupt stabil stehen kann.
Das ist kein Rückschritt, sondern genau der Schritt, der dir später viele Zusammenbrüche erspart. 🧱


7. Deine Mini-Aufgabe für heute 📝
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Mach heute nicht „alles“, sondern nur den ersten Schritt:

1. Nimm dir deine letzte Mathearbeit oder eine Themenliste.
2. Schreib dir 3 Mini-Themen auf, bei denen du dich unsicher fühlst.
Beispiel:
• Brüche erweitern & kürzen
• einfache Gleichungen mit Klammern
• Steigung m bei Geraden verstehen

3. Entscheide dich für EIN Mini-Thema für diese Woche.
4. Plane 2 kurze Einheiten (z.B. Mittwoch + Freitag je 15–20 Minuten), in denen du nur dieses eine Mini-Thema übst.
5. Wenn im Unterricht ein neues Thema startet, frag dich direkt:
• „Welches Vorwissen brauche ich genau dafür?“
• „Kann ich das sicher – oder muss ich ein Mini-Thema nacharbeiten?“

Wenn du das ein paar Wochen durchziehst, wirst du merken:
Die Lücken werden kleiner, dein Verständnis wird stabiler –
und Mathe fühlt sich nicht mehr wie ein Berg an, sondern wie viele kleine Stufen, die du wirklich gehen kannst. 💪

Lernlücken sind oft das, was dir in Mathe immer wieder das Bein stellt. Aber mal ehrlich:

• Wenn du bei neuen Themen direkt denkst: „Das wurde doch früher mal gemacht – ich konnte das nie richtig…“
• wenn dir bei Brüchen, Gleichungen oder Termen jedes Mal der Kopf raucht,
• wenn du das Gefühl hast, dass sich Lücken aus den letzten Jahren wie ein Rucksack mit dir mitschleppen…

…dann liegt es meistens nicht an deinem Willen, sondern daran, dass dein Fundament nie richtig stabil aufgebaut wurde.

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Wenn du dieses oder nächstes Jahr deine Mathe-Abiprüfung schreibst und:
• du merkst, dass Grundlagen wie Brüche, Gleichungen oder Funktionen wackeln,
• du bei vielen Aufgaben denkst: „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“ oder
• du endlich das Gefühl haben willst: „Ich kann meine Lücken schließen und komme mit“,

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Kompakte Erklärungen, typische Abiaufgaben und vollständige Musterlösungen – ideal, um Lernlücken systematisch zu schließen und sicherer zu werden.

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