Die acht Lösungsstrategien im Überblick
Du hast die richtige Strategie erkannt, weißt aber nicht mehr genau, wie sie funktioniert? Diese Karten erinnern dich kurz an den Ablauf. Ausführliche Erklärungen findest du anschließend im kostenlosen Workshop.
So nutzt du die Übersicht: Öffne nur die Methode, bei der du noch unsicher bist. Danach kehrst du zur entsprechenden Aufgabe der Probeklausur zurück.
Umformen und Wurzel
Erkennen: Neben einer reinen Zahl kommt nur eine Potenz von x vor.
- Gleichung vereinfachen: Klammern auflösen, Terme zusammenfassen und alles auf eine Seite bringen.
- Nach xn auflösen: Die vorkommende Potenz von x soll alleine stehen.
- Wenn nötig und möglich: Wurzel ziehen. Bei einer geraden Potenz auf beide Lösungen achten.
- Lösungsmenge angeben.
Ausklammern
Erkennen: Es gibt kein Absolutglied; alle Summanden besitzen einen gemeinsamen Faktor.
- Gleichung vereinfachen: Falls nötig Klammern auflösen, Terme zusammenfassen und alles auf eine Seite bringen.
- Kleinste Potenz von x ausklammern.
- Satz vom Nullprodukt anwenden: Jeden Faktor einzeln gleich 0 setzen.
- Entstehende Gleichungen lösen, wenn möglich.
- Lösungsmenge angeben.
Satz vom Nullprodukt
Erkennen: Ein Produkt aus mindestens zwei Faktoren steht gleich null.
- Gleichung vereinfachen: Falls nötig alles auf eine Seite bringen, sodass rechts 0 steht.
- Satz vom Nullprodukt anwenden: Prüfen, ob wirklich ein Produkt gleich 0 vorliegt, und jeden Faktor einzeln gleich 0 setzen.
- Einzelne Gleichungen lösen.
- Lösungsmenge angeben.
pq-Formel
Erkennen: Quadratische Gleichung mit x², x und einer reinen Zahl.
- Gleichung vereinfachen: Klammern auflösen, Terme zusammenfassen und alles auf eine Seite bringen.
- Wenn nötig normieren: Vor x2 muss eine 1 stehen.
- p und q bestimmen: Aus x2 + px + q = 0 ablesen.
- In die pq-Formel einsetzen und vereinfachen.
- Lösungsmenge angeben.
Alternative: Mitternachtsformel – insbesondere dann praktisch, wenn vor x² ein Vorfaktor steht.
Mitternachtsformel
Erkennen: Quadratische Gleichung in der Form ax² + bx + c = 0.
- Gleichung vereinfachen: Klammern auflösen, Terme zusammenfassen und alles auf eine Seite bringen.
- a, b und c bestimmen: Mit ihren Vorzeichen aus ax2 + bx + c = 0 ablesen.
- In die Mitternachtsformel einsetzen und vereinfachen.
- Lösungsmenge angeben.
Alternative: Nach dem Normieren kann dieselbe Gleichung mit der pq-Formel gelöst werden.
Substitution
Erkennen: Die Exponenten bauen auf einer kleinsten Potenz von mindestens 2 auf, zum Beispiel 4 und 2.
- Gleichung vereinfachen: Falls nötig Klammern auflösen, Terme zusammenfassen und alles auf eine Seite bringen.
- Kleinste Potenz = z setzen, zum Beispiel z = x2.
- Neue Gleichung in z lösen.
- Rücksubstitution: z wieder durch die kleinste Potenz ersetzen.
- Wenn möglich: Wurzel ziehen und auf reelle Lösungen prüfen.
- Lösungsmenge angeben.
Polynomdivision
Erkennen: Gleichung höheren Grades ohne passendere frühere Struktur; eine erste Nullstelle ist bekannt oder wurde gefunden.
- Gleichung vereinfachen: Alles auf eine Seite bringen und fehlende Potenzen mit dem Koeffizienten 0 ergänzen.
- Erste Lösung finden: Häufig helfen die Teiler des Absolutgliedes bei der Probe.
- Polynomdivision durchführen: Durch den zugehörigen Faktor (x − x1) teilen.
- Ergebnis = 0 setzen.
- Neue, einfachere Gleichung lösen.
- Lösungsmenge angeben.
Alternative: Das Horner-Schema führt bei einem linearen Divisor kompakter zum gleichen Quotienten.
Horner-Schema
Erkennen: Gleiche Ausgangslage wie bei der Polynomdivision; geteilt wird durch einen linearen Faktor.
- Gleichung vereinfachen: Alles auf eine Seite bringen und fehlende Potenzen mit dem Koeffizienten 0 ergänzen.
- Erste Lösung finden: Häufig helfen die Teiler des Absolutgliedes bei der Probe.
- Horner-Schema durchführen: Koeffizienten eintragen und mit der gefundenen Lösung arbeiten.
- Ergebnis als neue Gleichung = 0 aufschreiben.
- Neue, einfachere Gleichung lösen.
- Lösungsmenge angeben.
Alternative: Polynomdivision – ausführlicher geschrieben, aber mathematisch gleichwertig.
Danach: Kehre zur Probeklausur zurück und bearbeite die betreffende Aufgabe erneut. Nutze die ausführliche Erklärung gezielt nur für die Methode, bei der du noch unsicher warst.